| 20.10.-21.10.2011 Branchendialog "KITAs, Jugendbetreuung" |
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Vom 20.10. bis zum 21.10. fand in Stettin ein Branchendialog für Beschäftigte aus den Bereichen der Kindertagesstätten und der Jugendbetreuung statt. Anwesend waren Beschäftigte, die in den genannten Bereichen in Stettin in staatlichen Einrichtungen und in den Landkreisen Müritz und Mecklenburg-Strelitz beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) arbeiten. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Organisation, die Finanzierung und die rechtlichen Grundlagen, die diesen beiden Arbeitsfeldern jeweils in Polen und Deutschland zu Grunde liegen. Ebenso wollten sich die TeilnehmerInnen über die Ausbildung, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und die interne Organisation der Einrichtungen austauschen.
In den Landkreisen Mecklenburg-Strelitz und Müritz existieren fast ausschließlich nicht staatliche Träger, da den Kommunen die nötigen Mittel fehlen. Auch in Polen gibt es zu wenige Plätze in Kindertageseinrichtungen, deshalb müssen viele Eltern auf kostspielige private Einrichtungen zurückgreifen. Generell ist es beiden Ländern so, dass ein gewisser Teil der Betreuungskosten je nach Umfang der Betreuungszeit von den Eltern mitgetragen werden muss. Die polnische Regierung scheiterte mit ihrer Intiative zur Herabsetzung des Schulalters auf 5 Jahre am Protest der Schulen. Sie musste den Schulen bis zum Inkrafttreten dieser Reform nun eine Übergangsfrist von einem Jahr einräumen und konnte die Kindergärten noch nicht auf diese Weise entlasten. Große Probleme stellen sich im Bereich der Kindertagesbetreuung in Polen und Deutschland bezüglich des Mangels an männlichen Kollegen. In Polen gehören die Gehälter der ErzieherInnen zu den geringsten, das DRK vermutet die Ursache der Probleme bei der Findung von Nachwuchskräften bei den niedrigen Einstiegsgehältern. Ähnlich wie in Deutschland basiert die Kinder- und Jugendhilfe in Polen auf Beratungs- und Betreuungsangeboten für Jugendliche mit besonderen Problemen, z.B. psychische Probleme, Straffälligkeit. KollegInnen von deutscher und polnischer Seite stellte ausgewählte Einrichtungen vor und erläuterten deren pädagogische Konzepte. Verschiedene Berufsbilder - spezialisierte Erzieher und Sozialpädagogen mit Hochschulabschluss - sind besonders in der deutschen Jugendhilfe zu finden. |




