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01.-03.10.2010 Diskriminierung, Ausgrenzung, Verfolgung - Kontinuitäten und Brüche
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Konferenz im Dokumentationszentrum Prora

Vom 01.10. bis 03.10.2010 fand im Dokumentationszentrum Prora auf Rügen die von ver.di Nord und KOWA-MV organisierte Tagung „Diskriminierung, Ausgrenzung, Verfolgung – Kontinuitäten und Brüche“ statt. Anlass für diese politische Tagung war die 75. Wiederkehr des Inkrafttretens der „Nürnberger Rassegesetze“.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 begann in Deutschland deren verbrecherische Umsetzung des Antisemitismus, der sich zunächst durch den Boykott jüdischer Geschäfte, Ärzte, Rechtsanwälte, die Vertreibung jüdischer Beamter aber auch in der Tyrannei gegenüber jüdischen Künstlern äußerte und später im Genozid endete. Um den Terror zu legitimieren und im den Anschein von Legalität zu verleihen, wurden die sogenannten „Nürnberger Gesetze“ ausgearbeitet und 1935 verkündet.

Aus Anlass des 75. Jahrestages sollten aktuelle und historische Problemkreise referiert und diskutiert werden. Ziel war es, aus den Diskussionen praktische Schlüsse für das politische Handeln zu ziehen.

Programmflyer als pdf

Konferenzbericht als pdf

Galerie:

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Am Freitag begrüßte Ernst Heilmann die Anwesenden, umriss das Programm der Tagung und stellte den aktuellen Bezug dar. Im Anschluss begrüßte Dr. Jürgen Rostock vom Dokumentationszentrum ebenfalls die TeilnehmerInnen und ordnete diese Tagung in den Zusammenhang vorangegangener Tagungen zum Thema ein. Außerdem informierte er über die derzeitige Situation des Dokumentationszentrums.

Nach der Begrüßung eröffnete Dr. Axel Holz, stellvertretender Landesvorsitzender des VVN-BdA e.V., die Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“. Er verdeutlichte Anliegen, Inhalte und Hintergründe der Ausstellung und erörterte die Problemlage, die Neofaschismus und Rechtsextremismus auch heute darstellen.

Den Abschluss des Abends bildete die musikalisch-politische Revue „Oh, bittre Zeit“, die Anna Haentjens gemeinsam mit ihrem Pianisten Sven Selle aufführte. Haentjens sang und rezitierte Lieder und Gedichte von Erich Kästner, Ilse Weber, Louis Fürnberg u.a. Die Anwesenden waren von der Darbietung ergriffen und berührt.



 

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